Zusammenfassung
Bei 31 kindlichen Hirntumoren wurde unterteilt in Primär- (n = 25) und Rezidivdiagnostik (n = 6) - die Wertigkeit von Computertomographie und Kernspintomographie vor und nach Kontrastmittelapplikation verglichen. Kriterien waren der Tumornachweis, die Tumorabgrenzbarkeit und bei der Primärdiagnostik auch die Aussage zur Artdiagnose. Bei den primär diagnostizierten, kontrastmittelanreichernden Tumoren (n = 22) zeigte sich eine Überlegenheit der kontrastmittelunterstützten Kernspintomographie hinsichtlich der Ausdehnungsbestimmung. Im Rahmen der Rezidivdiagnostik war der Einsatz von Gd-DTPA für den Tumornachweis bei einem der 6 Kinder erforderlich, und die Tumorabgrenzung wurde bei 5 von 6 Kindern durch die Kontrastmittelgabe verbessert. Die Tumoren ohne Kontrastmittelanreicherung (n = 3) waren kernspintomographisch mit T2-gewichteten Aufnahmen in ihrer Ausdehnung besser beurteilbar. Daher besteht auch im Kindesalter eine Indikation für den Einsatz von Gd-DTPA bei der Hirntumordiagnostik, zumal das Anreicherungsverhalten analog der Computertomographie auch artdiagnostische Relevanz besitzt. Lediglich der artdiagnostisch hilfreiche, jedoch nur in wenigen Fällen spezifische Nachweis von Tumorkalzifikationen gelingt kernspintomographisch nicht.
Summary
Thirty-one pediatric patients with brain tumors - 25 primarily diagnosed, 6 recurrences - underwent MR and CT examinations before and after application of contrast media. Tumor detection, delineation of the tumor extent and defmiton of the tumor type were compared. Gd-DTPA-enhanced MR was superior in delineating the extent of primarily diagnosed tumors, which showed enhancement (n = 22). The tumor detection (1/6) and the identification of the tumor margins (5/6) were improved by Gd-DTPA in the 6 recurrences. Tumors without enhancement (n = 3) were judged by T2-weighted images better than by CT. The results suggest that Gd-DTPA is indicated for the evaluation of brain tumors in pediatric patients as well, especially since it offers advantages distinguishing between tumor types. Only the detection of tumor calcifications, which is rarely specific, is not possible by MR.
Schlüsselwörter
Hirntumoren - Kindesalter - CT - MR
Key words
Brain tumors - Childhood - CT - MR