Open Access
CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2022; 101(S 02): S51
DOI: 10.1055/s-0042-1747305
Abstracts | DGHNOKHC
Kopf-Hals-Onkologie: HPV / Tumormarker

Der Inzidenztrend des HPV-assoziierten Oropharynxkarzinoms im Zeitraum 2004 – 2020 in Köln.

Authors

  • Jannik Johannsen

    1   Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Uniklinik Köln Köln
  • Nora Würdemann

    1   Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Uniklinik Köln Köln
  • Philipp Wolber

    1   Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Uniklinik Köln Köln
  • Jens Peter Klußmann

    1   Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Uniklinik Köln Köln
 

Einleitung Das HPV-assoziierte Oropharynxkarzinom gilt mittlerweile als eigenständige Tumorentität. Während sowohl steigende Inzidenzen als auch starke regionale Unterschiede vielfach beschrieben wurden, fehlen Untersuchungen zum nationalen Inzidenztrend.

Material und Methoden In der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Uniklinik Köln wurden im Zeitraum 2004 bis 2020 539 Patientin mit einem OPSCC behandelt. Es erfolgte regelhaft eine Diagnostik bezüglich p16-Status und HPV-DNA. Hier erfolgt eine Untersuchung zum Inzidenztrend des HPV-assoziierten OPSCC unter Berücksichtigung demographischer Daten, des Nikotin- und Alkoholkonsums und des 5-Jahres-Überlebens der Patienten.

Ergebnisse Es zeigte sich ein signifikanter Anstieg des Anteils der HPV-assoziierten OPSCC an der Gesamtzahl der behandelten OPSCC, im Jahr 2020 zeigten sich 73% dichotom positiv. Bei HPV-Assoziation war in 87,8% der Fälle HPV-Subtyp 16 nachweisbar. Weiterhin zeigte sich ein signifikanter Unterschied hinsichtlich des Risikoprofils (deutlich geringerer Nikotin- und Alkoholkonsum bei HPV-assoziiertem OPSCC) und hinsichtlich des 5-Jahres-Überlebens (71,2% bei HPV-assoziiertem OPSCC vs. 36,3% bei HPV-negativem OPSCC). Es zeigte sich kein Altersunterschied und kein Unterschied hinsichtlich der Geschlechterverteilung.

Diskussion Die vorliegenden Ergebnisse bestätigen den in der Literatur berichteten Inzidenztrend HPV-assoziierter OPSCC. Erwähnenswert ist, dass in der vorliegenden Auswertung nur dichotom positive OPSCC als HPV-assoziiert gewertet wurden. Im Rahmen der aktuellen TNM-Klassifikation wird hier nur auf p16-Positivität untersucht.



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Article published online:
24 May 2022

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