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DOI: 10.1055/s-0044-1778771
Outcome und Sicherheit von unterschiedlichen endobronchialen Einweg Ventilen nach endoskopischer Lungenvolumenreduktion bei schwerer COPD
Authors
Einleitung Die endoskopische Lungenvolumenreduktion mit Ventilen (ELVR) ist eine effektive Therapie des schweren Lungenemphysems. In der klinischen Routine haben sich zwei Ventiltypen etabliert, das sog. Umbrella-Design (UD, Olympus ) oder das Duckbill-Design (DD, Pulmonx). Ziel dieser Studie ist ein Vergleich der Ventiltypen bezüglich Outcome und Sicherheit.
Methoden: Die Daten wurden an der Charité Universitätsklinik Berlin, im Klinikum Havelhöhe und der Lungenklink Hemer im Rahmen einer prospektiven Beobachtungsstudie mit Fokus auf Lungenvolumenreduktion erhoben. Je nach eingelegten Ventiltypen wurden zwei Gruppen gebildet. In beiden Gruppen wurden zur Baseline und nach 3 Monaten die Lungenfunktion (FEV1, RV, pCO2), 6-Minuten Gehtest (6-MGT), Lebensqualität (SGRQ, CAT) sowie Komplikationsrate erfasst.
Ergebnisse: Insgesamt wurden 61 Patient*innen mit einem UD und 105 mit einem DD behandelt. Hiervon erhielten 38 mit UD-Ventilen und 72 mit DD-Ventilen eine Verlaufskontrolle nach drei Monaten. In der Baseline gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den zwei Gruppen. Es gab keine signifikanten Unterschiede der beiden Gruppen im Delta zwischen Baseline und Verlaufskontrolle ([Abb. 1]). Für beide Ventiltypen war der Pneumothorax die häufigste Komplikation (UD-Ventile: 5 (8,2%) vs. DD-Ventile: 13 (12,4%); p=0,410).


Schlussfolgerung Wir konnten zeigen, dass es bei ELVR im realen klinischen Setting keinen signifikanten Unterschied zwischen den zwei Ventiltypen bezüglich Outcomes oder Komplikation nach drei Monaten gab. Die Auswahl der Ventiltypen sollte sich nach Anatomie der Bronchien richten.
Publication History
Article published online:
01 March 2024
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Georg Thieme Verlag
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