Die Inzidenz für eine Aspiration während der Narkoseeinleitung ist im elektiven Setting mit 0,03 % sehr gering. Das Risiko steigt aber deutlich an, wenn eine notfallmäßige Einleitung stattfinden muss und die präoperative Nüchternheit nicht mehr gewährleistet werden kann, oder andere patientenbezogene Faktoren (Adipositas, Schwangerschaft, diabetische Gastroparese etc.) vorliegen. Um bei diesen Einleitungen das Risiko einer Aspiration von Mageninhalt zu minimieren, wird zum einen die Rapid Sequence Induction (RSI) empfohlen und zum anderen seit mehr als 45 Jahren das Sellick-Manöver propagiert.