Die Anorexia Nervosa (AN) – oder auch Magersucht – ist eine v. a. bei jüngeren
Frauen auftretende Erkrankung, die mit erheblichen gesundheitlichen
Beeinträchtigungen und funktionellen Störungen bis hin zu höheren
Sterblichkeitsraten einhergeht. Die Optimierung psychotherapeutischer
Behandlungsansätze und der Nachweis von Wirkeffekten stellen eine große
Herausforderung dar. Die Autoren geben in ihrer Arbeit einen systematischen
Überblick zur Evidenzgrundlage psychotherapeutischer Versorgung sowie zu den
unterschiedlichen Behandlungsansätzen und Wirkeffekten. Dabei werden
Arbeiten bewertet, die zwischen 2008 und 2017 publiziert wurden. Gefundene
Studienergebnisse werden gepoolt; von initial über 800 gescreenten Artikeln
werden 18 RCT-Arbeiten (n = 1247) einer Metaanalyse unterzogen und 38
Arbeiten (RCT und naturalistische Studien, n = 1164) mithilfe der
standardisierten Mittelwertdifferenzen analysiert. Studienbefunde zu
Erwachsenen und Jugendlichen werden von den Autoren getrennt ausgewertet.
Primäre Ergebnisvariable aller Studien ist die Gewichtszunahme.