Zusammenfassung
Die Endometriose ist eine hormonabhängige, chronisch entzündliche Erkrankung der Frau im gebärfähigen Alter. Die Ätiologie und Pathogenese der Endometriose sind bis heute nicht abschließend geklärt. Für andere Krankheiten, z. B. sog. „lifestyle diseases“ ist ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Pathogenese bereits erforscht und belegt. Hinsichtlich dieser Erkenntnisse taucht immer wieder die Frage auf, ob und wie eine gezielte Ernährung und Lebensweise auch die Krankheitsentstehung und den Verlauf einer Endometriose beeinflussen können. Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, die aktuelle Datenlage zu ordnen und herauszuarbeiten, welchen Einfluss die Ernährung auf die Entstehung der Endometriose bzw. auf eine bereits manifestierte Erkrankung haben könnte. Für eine gezielte, wissenschaftlich fundierte Empfehlung oder einen detaillierten Ernährungsplan reichen die vorliegenden Studienergebnisse bislang nicht aus. Zusammenfassend lässt sich festhalten: Ein positiver Effekt
auf die Symptome einer Endometriose (insbesondere der Dysmenorrhö) wird Fischölkapseln in Kombination mit Vitamin B12 zugesprochen. Negativ wirken sich Alkohol sowie die gesteigerte Aufnahme von rotem Fleisch und Transfetten aus. Die Ergebnisse der aufgeführten Studien im Hinblick auf Gemüse und Obst, Milchprodukte, ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe, Sojaprodukte sowie Kaffee sind nicht eindeutig. Es gelten daher die allgemeinen Empfehlungen zu einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung entsprechend den Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. sowie der Verzicht auf Alkohol. Um konkretere Empfehlungen herleiten zu können, bedarf es weiterer Studien, die den Einfluss der Ernährung auf die Endometriose erforschen.
Schlüsselwörter
Endometriose - Ernährung - Dyspareunie - Übersicht