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DOI: 10.1055/a-1261-1331
Grünes Licht für erstes Hepatitis-D-Medikament
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Die Hepatitis-D-Virus(HDV)-Koinfektion, immer in Kombination mit dem Hepatitis-B-Virus, stellt die aggressivste Form der Virushepatitis dar. Viele junge Patienten weisen bereits bei Erstvorstellung eine Leberzirrhose auf, mit einem im Vergleich zu einer Hepatitis-B-Monoinfektion deutlich höheren Risiko für die Entwicklung eines hepatozellulären Karzinoms. Bislang war kein Medikament offiziell für die Hepatitis D zugelassen; in Leitlinien wurde der Einsatz von pegyliertem Interferon alpha 2a empfohlen, was aber nur bei etwa einem Drittel der behandelten Patienten ein Ansprechen zeigt und bei Zirrhose schwierig ist. Zudem stellen Spätrelapse bei der Hepatitis D ein weiteres Problem dar.
Publikationsverlauf
Artikel online veröffentlicht:
09. Oktober 2020
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