Zusammenfassung
Die gewohnten Prozesse in der Patientenbetreuung in der Augenheilkunde unterliegen derzeit signifikanten Veränderungen durch Fortschritte bei Bildgebungsverfahren und Datenverarbeitung. Dieser Prozess wird durch die aktuelle Notwendigkeit zur Reduzierung von Personenkontakten im Rahmen der COVID-19-Pandemie erheblich beschleunigt. Die Augenheilkunde eignet sich besonders für derartige Veränderungen, da ein großer Anteil der Diagnose und Behandlung auf Routinemessungen und bildgebenden Verfahren beruht, deren Beurteilung keinen direkten Arzt-Patienten-Kontakt erfordert. Die Einbindung der digitalen Ophthalmologie in die tägliche Praxis variiert stark zwischen einzelnen Ländern. Durch die finanziellen Einschränkungen im National Health Service (NHS) in Großbritannien sahen sich die britischen Augenkliniken schon relativ früh dazu genötigt, digitale Technologien in den Alltag einzubinden. Seit mehr als 10 Jahren sind das Diabetische-Retinopathie-Screening und virtuelle
Glaukomsprechstunden fester Bestandteil der täglichen Praxis. In dieser Arbeit beschreiben wir die Organisation und die Erfahrungen mit diesen neuen Formen der Patientenbehandlung aus Sicht der behandelnden Ärzte und Patienten.
Schlüsselwörter
diabetische Retinopathie - Screening - Glaukom