Zusammenfassung
Die als uveale Effusion bezeichnete Akkumulation von seröser Flüssigkeit im Suprachorioidalraum sowie chorioidale bzw. suprachorioidale Blutungen (SCH) infolge einer Ruptur zilialer Blutgefäße gelten als seltene, aber schwerwiegende Ereignisse, die durch eine äußerst schlechte funktionelle Prognose gekennzeichnet sind. Bis heute werden daher uveale Effusion und insbesondere expulsive suprachorioidale Blutungen als mehr oder weniger fatale Komplikation betrachtet. Die klinische Erfahrung zeigt jedoch, dass beide Krankheitsbilder der Aderhaut in Abhängigkeit von Ausmaß und Lokalisation sowohl einer konservativen als auch chirurgischen Therapie durchaus zugänglich sind, mit teilweise erstaunlichen funktionellen Ergebnissen. Neben prognostischen Faktoren sind dabei vor allem das rechtzeitige Erkennen und die umgehende, nach Möglichkeit präventive Akutversorgung sowie ein sorgfältig abgewogenes Timing adäquater chirurgischer Maßnahmen, das sich die besonderen Eigenschaften
des chorioidalen Gewebes zunutze macht, entscheidend für den Therapieerfolg. Mit der Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten der Vitreoretinalchirurgie wurden bis heute zahlreiche Varianten therapeutischer Ansätze zur Behandlung von Aderhauteffusion und Suprachorioidalblutung vorgeschlagen, deren wesentliche Techniken und Strategien in der vorliegenden Arbeit vorgestellt werden.
Schlüsselwörter
Chorioidea - uveale Effusion - uveales Effusionssyndrom (UES) - suprachorioidale Blutung