Abstract
Many inflammatory rheumatic diseases are associated with an increased fracture
risk. Causes include the pro-inflammatory cytokines which are elevated in these
diseases, reduced mobility and physical activity often caused by joint pain, and
medications that negatively affect bone quality. Osteoporosis, the loss of bone
mass and structure is the result. This review article summarizes the current
diagnostic and therapeutic osteoporosis recommendations for patients with
rheumatoid arthritis. It should be emphasized that early measures for the
detection and treatment of osteoporosis are particularly important, since the
risk factor constellation often present in this patient population leads to a
relatively high imminent fracture risk at the beginning of the disease and the
start of glucocorticoid therapy. Treatment initiations as early as possible with
effective control of inflammatory activity is therefore essential to reduce the
risk of osteoporosis. The administration of glucocorticoids should be reduced as
far as the clinical context allows. Fracture risk should be assessed when the RA
diagnosis is made and in regular intervals thereafter. Osteoporosis medication
should be initiated based on the overall fracture risk. The choice of medication
is based on the particular risk and indication. The basis of therapy is an
adequate intake of vitamin D and calcium and adapted physical activity
Zusammenfassung
Viele entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind mit einem
erhöhten Frakturrisiko verbunden. Zu den Ursachen gehören die
pro-inflammatorischen Zytokine, die bei diesen Erkrankungen erhöht sind,
eine reduzierte Mobilität und körperliche Aktivität, die
oft durch Gelenkschmerzen verursacht wird, sowie Medikamente, die die
Knochenqualität negativ beeinflussen. Osteoporose, der Verlust von
Knochenmasse und -struktur, ist die Folge. Dieser Übersichtsartikel
fasst die aktuellen diagnostischen und therapeutischen Osteoporose-Empfehlungen
für Patienten mit Rheumatoider Arthritis zusammen. Hervorzuheben ist,
dass frühzeitige Maßnahmen zur Erkennung und Behandlung der
Osteoporose besonders wichtig sind, da die in diesem Patientenkollektiv
häufig vorliegende Risikofaktorenkonstellation zu Beginn der Erkrankung
und zu Beginn der Glukokortikoidtherapie zu einem relativ hohen drohenden
Frakturrisiko führt. Ein möglichst frühzeitiger
Behandlungsbeginn mit effektiver Kontrolle der
Entzündungsaktivität ist daher essentiell, um das
Osteoporoserisiko zu reduzieren. Die Gabe von Glukokortikoiden sollte so weit
wie klinisch möglich reduziert werden. Das Frakturrisiko sollte bei
Diagnosestellung der RA und danach in regelmäßigen
Abständen beurteilt werden. Eine medikamentöse Behandlung der
Osteoporose sollte auf der Grundlage des Gesamtfrakturrisikos eingeleitet
werden. Die Wahl der Medikamente richtet sich nach dem jeweiligen Risiko und der
Indikation. Grundlage der Therapie ist eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D
und Kalzium sowie regelmäßige körperliche
Aktivität.
Key words
osteoporosis - rheumatoid arthritis - fracture - diagnosis - management
Schlüsselwörter
Osteoporose - rheumatische Erkrankungen - Fraktur - Diagnostik