Depression und Parkinson-Syndrom treten häufig gemeinsam auf [1]. Depressive Episoden tragen signifikant zur
Morbidität der Parkinson-Erkrankung und damit auch zur Inanspruchnahme der
Angehörigen bei. Bei Verwendung moderner Klassifikationssysteme gibt die
Mehrzahl der Autoren Prävalenzraten von bis zu 50% an [2]. Diese Komorbidität wird immer noch zu
selten diagnostiziert und viel zu selten behandelt [1]. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass depressive Syndrome
nicht nur als Reaktion auf die Parkinson-Erkrankung zu interpretieren sind, da sie
häufig bereits in der präsymptomatischen Phase der
Parkinson-Erkrankung zu beobachten sind und auch bei deutlicher Besserung der
Parkinson-Symptomatik unter entsprechender Medikation häufig sistieren.