So, liebe Leserinnen und Leser, lautete einmal das Motto des jährlichen
„Weltschlaftages“, der auch in diesem Jahr (am 18. März
2022) wieder stattfinden wird (https://worldsleepday.org). Der an das deutsche
Sprichwort „Der Schlaf nährt“ erinnernde Slogan
sollte die Bedeutung eines quantitativ und qualitativ ausreichenden Schlafpensums
für ein gedeihliches Leben (im möglichst wachen Zustand!) zum
Ausdruck bringen. Das gilt selbstverständlich auch für die
Schwangerschaft, in der nun aber – „ausgerechnet“ –
etwa jede zweite Frau von Schlafstörungen betroffen ist. Diese sind nicht
nur mit einem breiten Spektrum somatischer Beschwerden von Rückenschmerzen
und Sodbrennen bis hin zum Restless-legs-Syndrom (RLS) und zum obstruktiven
Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) vergesellschaftet. Es besteht auch eine enge
wechselseitige Verflechtung mit der sozialen Ausgangslage der Betroffenen und ihrem
psychischen Wohlbefinden in der Schwangerschaft. In dem vorliegenden Heft der
Zeitschrift für Geburtshilfe und Neonatologie (ZGN) findet sich eine Arbeit
zum Thema „Sleep disorders in pregnancy“, in der Autor:innen
der Universitätsklinik Ankara eine umfassende statistische Analyse der
maßgeblichen Einflussfaktoren und Auswirkungen auf die
Lebensqualität vorlegen und damit wichtige Hinweise für eine
zielgerichtete Detektion und Prävention dieses verbreiteten Problems
geben.