Zusammenfassung
Ziel Diese Übersicht fasst zentrale Punkte des Komplikationsmanagements bei vaskulären und nicht vaskulären Interventionen mit Fokus auf die Komplikationsvermeidung und eine gelebte Sicherheitskultur zusammen. Ablaufpläne zur Interventionsplanung und -durchführung werden skizziert sowie Erfassungssysteme und Konferenzen im Rahmen der Fehleranalyse erläutert. Zudem wird das Vorgehen zur Fehlerbehebung durch die Interventionalisten an Patientenfällen dargestellt.
Material und Methode Die präsentierten Patientenfälle stammen aus der eigenen Klinik. Zudem wurde eine PubMed-Literaturrecherche durchgeführt.
Ergebnisse Checklisten, eine strukturierte Interventionsplanung, Standardarbeitsanweisungen (SOP; standard-operating-procedure) sowie Möglichkeiten zur Fehler- und Komplikationsbesprechung sind wichtige Elemente des Komplikationsmanagements und für eine gelebte Sicherheitskultur unabdingbar.
Schlussfolgerung Eine systematische Fehleranalyse sowie eine gelebte Sicherheitskultur tragen maßgeblich zur Patientensicherheit bei. Darüber hinaus ist eine rationale und sorgfältige Fehleranalyse zur Qualitätssteigerung essenziell.
Kernaussagen:
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Die Etablierung einer Sicherheitskultur ist die Basis für hochwertige und komplikationsarme Interventionen.
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Eine rationale und sorgfältige Fehleranalyse ist zur Qualitätssteigerung essenziell.
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Checklisten und SOPs können das Prozedere einer Intervention strukturieren und optimieren.
Zitierweise
Key words
interventional radiology - complication - prevention - safety - quality