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DOI: 10.1055/a-1999-0244
Blutungsrisiko unter Thrombolyse bei akuter Extremitätenischämie

Bei Patienten mit akuter Ischämie der unteren Extremitäten (Rutherford-Stadium I–IIb) erfolgt häufig eine meist erfolgreiche kathetergestützte Thrombolyse. Demgegenüber steht das Risiko von teilweise schweren Blutungen, bis hin zu einem tödlichen Ausgang. Daher suchen Mediziner nach Parametern, die sie frühzeitig und zuverlässig dieses Risiko abschätzen lässt. Eine niederländische Arbeitsgruppe hat nun verschiedene Faktoren untersucht.
Die aktivierte Thromboplastinzeit spielt beim Blutungsrisiko unter Thrombolyse wegen einer akuten Extremitätenischämie wohl keine Rolle, so die Autoren. Allerdings erhöht eine niedrige Fibrinogenkonzentration < 1,0 g/l das Risiko um mehr als das Fünffache. Die Verfasser empfehlen daher, Patienten während einer kathetergestützten Lyse mit wiederholten Bestimmungen der Fibrinogenwerte zu überwachen, auch wenn die Leitlinien der europäischen Fachgesellschaften sich dabei nicht einig sind.
Publication History
Article published online:
01 March 2023
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