Rofo
DOI: 10.1055/a-2462-2351
Review

FHIR – Überfälliger Standard im radiologischen Data-Warehouse

Article in several languages: English | deutsch
Philipp Arnold
1   Department of Radiology, Medical Center - University of Freiburg Department of Radiology, Freiburg, Germany (Ringgold ID: RIN537501)
,
2   Institute of Diagnostic and Interventional Radiology, University Hospital Cologne Institute of Diagnostic and Interventional Radiology, Cologne, Germany (Ringgold ID: RIN647356)
3   Department of Diagnostic and Interventional Radiology, University Medical Center of the Johannes Gutenberg University Mainz Department of Diagnostic and Interventional Radiology, Mainz, Germany (Ringgold ID: RIN155981)
,
Fabian Bamberg
1   Department of Radiology, Medical Center - University of Freiburg Department of Radiology, Freiburg, Germany (Ringgold ID: RIN537501)
,
Elmar Kotter
1   Department of Radiology, Medical Center - University of Freiburg Department of Radiology, Freiburg, Germany (Ringgold ID: RIN537501)
› Author Affiliations
Supported by: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, German Research Foundation) 499552394 – SFB 1597
Supported by: Medizinische Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Hans A. Krebs Medical Scientist Program

Zusammenfassung

Hintergrund

In der Radiologie hat der technologische Fortschritt zu einem enormen Anstieg der Datenmengen geführt. Um diese Daten während der Befundung oder späteren klinischen Auswertung effektiv nutzen zu können, müssen diese an einer zentralen Stelle aggregiert und im Kontext sinnvoll abrufbar sein. Diese Aufgabe übernehmen sogenannte radiologische Data-Warehouses: Sie integrieren vielfältige Datenquellen, ermöglichen eine patientenspezifische und untersuchungsspezifische Auswertung und bieten damit zahlreiche Vorteile in der Patientenversorgung, Ausbildung und klinischen Forschung.

Methode

Der internationale Standard Health Level 7 (HL7) Fast Healthcare Interoperability Resources (FHIR) eignet sich besonders für die Implementierung eines solchen Data-Warehouses. FHIR ermöglicht einen einfachen und schnellen Datenzugriff, unterstützt moderne Web-basierte Frontends und bietet aufgrund der Integration medizinischer Ontologien wie SNOMED-CT oder RadLex eine hohe Interoperabilität. Zudem verfügt FHIR über ein robustes Datensicherheitskonzept. Aufgrund dieser Eigenschaften wurde FHIR von der Medizin Informatik Initiative (MII) als Datenstandard für den Kerndatensatz ausgewählt und soll auch im European Health Data Space (EHDS) als internationaler Standard vorangetrieben werden.

Schlussfolgerung

Die Implementierung des FHIR-Standards in radiologischen Data-Warehouses ist daher ein logischer und sinnvoller Schritt hin zu einer datengetriebenen Medizin.

Kernaussagen

  • Ein Data-Warehouse ist essenziell für datengetriebene Medizin, klinische Versorgung und Forschungszwecke.

  • Data-Warehouses ermöglichen effiziente Integration von KI-Ergebnissen und strukturierte Befundvorlagen.

  • Fast Healthcare Interoperability Resources (FHIR) ist ein geeigneter Standard für ein Data-Warehouse.

  • FHIR bietet einen interoperablen Datenstandard, unterstützt durch bewährte Web-Technologien.

  • FHIR verbessert die semantische Konsistenz und erleichtert einen sicheren Datenaustausch.

Zitierweise

  • Arnold P, Pinto dos Santos D, Bamberg F et al. FHIR – Overdue Standard for Radiology Data Warehouses. Fortschr Röntgenstr 2024; DOI 10.1055/a-2462-2351



Publication History

Received: 08 May 2024

Accepted after revision: 27 October 2024

Article published online:
06 December 2024

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