Neonatologie Scan 2026; 15(01): 53-62
DOI: 10.1055/a-2582-5529
CME-Fortbildung

Hautveränderungen bei Neugeborenen – Teil 1

Autor*innen

  • Barbara Kunz

  • Dirk Van Gysel

Die Mehrzahl der Hautveränderungen bei Neugeborenen ist physiologisch oder transient, nur ein kleiner Teil weist auf eine infektiöse, genetische oder syndromale Erkrankung hin. In Teil 1 dieses Beitrags wird ein Überblick über papulopustulöse, vesikulöse und blasige Hautveränderungen bei Neugeborenen gegeben, in Teil 2 folgen dann lokalisierte Pigmentveränderungen, vaskuläre Hautveränderungen, sowie kongenitale Fehlbildungen und Infiltrate.

Kernaussagen
  • Hautveränderungen gehören zu den häufigsten klinischen Beobachtungen im frühen Neugeborenenalter.

  • Die Mehrzahl dieser Läsionen ist physiologisch oder transient und spiegelt Anpassungsvorgänge der unreifen Haut an die extrauterine Umgebung wider.

  • Nur ein kleiner Teil weist auf infektiöse, genetische oder syndromale Erkrankungen hin, die eine weiterführende Diagnostik erfordern.

  • Bei papulopustulösen Hautveränderungen ist an das Erythema toxicum, die transiente neonatale pustulöse Melanose und die neonatale cephale Pustulose zu denken.

  • Weitere Differenzialdiagnosen bei papulösen Hautveränderungen sind Miliaria rubra, Milien und Talgdrüsenhyperplasie.

  • Zu den vesikulösen Hautveränderungen zählen Miliaria cristallina und der neonatale Herpes simplex.

  • Zu blasigen Hautveränderungen kommt es bei Saugblasen, Staphylococcal Skin Syndrome und Epidermolysis bullosa.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
25. Februar 2026

© 2026. Thieme. All rights reserved.

Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany