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DOI: 10.1055/a-2704-0782
Enteraler Ernährungsbeginn nach pränatal pathologischem Nabelschnurdoppler
Intrauterin wachstumsretardierte Feten mit auffälligem Nabelschnurdoppler, beispielsweise einem enddiastolischen Rückfluss in der Arteria umbilicalis (engl. reversed end diastolic flow, REDF), sind aufgrund intestinaler Durchblutungsstörungen besonders anfällig für eine enterale Nahrungsintoleranz sowie für eine nekrotisierende Enterokolitis (NEC). Wann sollte nach einer pränatalen REDF-Problematik mit der enteralen Nahrungszufuhr begonnen werden?
Früh- und Neugeborene mit einer pränatalen REDF-Konstellation haben weder bezüglich der Nahrungsintoleranz noch der NEC-Häufigkeit Nachteile, wenn sie bereits nach 6 Stunden erstmals enteral Nahrung erhalten, so die Forschenden – ein unauffälliges Abdomen vorausgesetzt. Sie benötigen sogar weniger Zeit bis zur vollständigen enteralen Ernährung und können früher aus der Klinik entlassen werden. Angesichts des Pilotcharakters der Studie sei eine Verallgemeinerung der Ergebnisse jedoch nicht zulässig.
Publikationsverlauf
Artikel online veröffentlicht:
25. Februar 2026
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