Neonatologie Scan 2026; 15(01): 49-50
DOI: 10.1055/a-2749-3890
Aktuell
Zentralnervensystem

Darbepoetin verbesserte neurologisch-kognitive Entwicklung nicht

Erythropoese-stimulierende Substanzen reduzieren den Transfusionsbedarf Neugeborener und haben neben hämatologischen auch andere Effekte. Eine reduzierte Apoptose, verringerte Inflammation, gesteigerte Neuro- und Oligodendrogenese könnten neuroprotektiv wirken. In der Studie erhielten extrem unreife Frühgeborene Darbepoetin oder Placebo. Die neurologischen Untersuchungen im Alter von 2 Jahren zeigten keine wesentlichen Gruppenunterschiede, aber Darbepoetin war mit anderen wesentlichen Vorteilen verknüpft.

Fazit

Für Darbepoetin bestätigten sich nur die hämatologischen, positiven Effekte. Dies wirkte sich jedoch auch auf die stationäre Verweildauer von 96 (Darbepoetin) und 105 Tagen (Placebo) aus. Die neurokognitive Entwicklung blieb mit vergleichbaren Resultaten im Bayley-III-Test unbeeinflusst. Unerwartet waren im Übrigen 22 % seltenere bronchopulmonale Dysplasien des Grades 2 und 3. Dieses Ergebnis unterschied sich von früheren Studien und bedürfe weiterer Forschung, so Ohls et al.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
25. Februar 2026

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