Thorac Cardiovasc Surg 1959; 7(6): 621-637
DOI: 10.1055/s-0028-1101477
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Geschwülste des Mediastinums im Kindesalter

H. Gremmel, R. M. Konrad
  • Chirurgischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. E. Derra) und dem Institut für Medizinische Strahlenkunde (Direktor: Prof. Dr. H. Vieten) der Medizinischen Akademie Düsseldorf
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Publication Date:
12 December 2008 (online)

Zusammenfassung

An der Chirurgischen Klinik der Medizinischen Akademie Düsseldor f wurden 41 Mediastinaltumoren des Kindesalters beobachtet und operiert. Neurogene Geschwülste waren mit 39 % weitaus in der Überzahl. Teratoide Tumoren und Sarkome folgten mit je 15%. Vorderarm- und Mesothel-Zysten waren mit je 10 % vertreten. Thymustumoren machten 7 % und Gefäßgeschwülste nur 4 % aus.

Zur Orientierung wurde auf Ätiologie, Morphologie und Histologie der betreffenden Tumoren kurz eingegangen. Beschwerden und klinische Symptome sind an Hand der Fallschilderungen erörtert worden. Ein breiter Rau m ist der im Kindesalter besonders wichtigen, eingehenden Röntgenuntersuchung gewidmet. Bei den differentialdiagnostischen Erörterungen wurden fünf kindliche Patienten unserer Klinik mit Pseudotumoren zusätzlich erwähnt.

Aus dem Unvermögen genauer präoperativer Tumordifferenzierung und der Gefahr lebensbedrohlicher Kompression durch die bei Kindern relativ umfangreichen Geschwülste erhellt sich die Notwendigkeit, möglichst alle Mediastinaltumoren operativer Therapie zuzuführen. In geeigneten Fällen wurde im Anschluß an die Thorakotomie Röntgentiefentherapie eingeleitet.

Das Operationsergebnis war für benigne Mediastinalgeschwülste sehr gut. Zehn maligne Tumoren (Sarkome, Ganglioblastome, ein Haemangioendotheliom und ein Thymoblastom) kamen im Laufe von zwei Jahren nach der Operation trotz kombinierter Therapie ad exitum.