Thorac Cardiovasc Surg 1957; 5(1): 1-12
DOI: 10.1055/s-0028-1102533
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Die Membranstenosen des Oesophagus

Werner Haag
  • Chirurgischen Klinik der Justus Liebig-Hochschule Gießen (Direktor: Professor Dr. K. Vossschulte)
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
12. Dezember 2008 (online)

Zusammenfassung

Die selten zu beobachtenden Membranstenosen in der Speiseröhre sind Restzustände von fibrösen Narbenbildungen abgeheilter Oesophagitiden oder Oesophagus-Ulcera. Diese können durch häufigen Reflux von Mageninhalt unter pathologischen Verhältnissen, seltener als Primärerscheinungen bei Vorliegen dystoper Magenschleimhaut im Oesophagus entstehen, werden aber auch bei der Dysphagia sideropenica (Plummer-Vinson'sches Syndrom ) gesehen. Die Ausheilung geht unter starker submucöser Fibrosebildung vor sich, die zu verschiedengradigen Stenosierungen bis zu den beschriebenen Ring- und Sichelfalten führen kann. Die Erkennung ist auf endoskopischem Wege oft nicht möglich. Sie gelingt bisweilen röntgenologisch bei Anwendung spezieller Technik. Die operative Therapie beschränkt sich auf die sparsame Excision des raumbeschränkenden Prozesses unter prophylaktischer Vermeidung postoperativer Strikturen. Es wird über 2 Fälle von Membranstenosen berichtet, von denen einer mit Magenschleimhautdystopie vergesellschaftet war, und Pathogenese, Klinik und Behandlung erörtert.