Thorac Cardiovasc Surg 1957; 5(1): 46-53
DOI: 10.1055/s-0028-1102539
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Elektrokardiographische Untersuchungen bei Pneumonektomierten

F. Killing, W. H. Becker
  • Medizinischen Poliklinik (Direktor: Professor Dr. Th. v. Uexküll) und der Chirurgischen Klinik (Direktor: Professor Dr. K. Voßschulte) der Justus Liebig-Hochschule Gießen
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
12. Dezember 2008 (online)

Zusammenfassung

1. Nach der Pneumonektomie kommt es oft zu jahrelang anhaltenden Änderungen in der Herzstromkurve, die meist rein funktionell bedingt sind, aber auch organischpathologisch verursacht sein können.

2. Die Veränderungen treten meist sofort, manchmal aber auch monate- bis jahrelang nach der Operation auf.

3. Die organisch-pathologischen Abweichungen („Myocardschäden“) sind vielgestaltig, praktisch immer kompensiert und haben eine sehr günstige Prognose. Sie bilden sich manchmal noch Monate bis Jahre nach der Operation zurück.

4. Für die EKG-Abweichungen werden neben einer Umstellung des gesamten cardio-vasculären Systems die postoperativen pathologisch-anatomischen Vorgänge des Resektionsgebietes verantwortlich gemacht.

5. Besserungen bzw. Rückbildungen präoperativ pathologischer Erregungsabläufe des Herzens nach einer Pneumonektomie sind möglich.

6. Die linksseitige Pneumonektomie hatte bei unseren Untersuchungen hinsichtlich der Beeinflussung des Elektrocardiogramms eine schlechtere Prognose.