Zusammenfassung
Als Auszug einer größeren Arbeit über etwa 20 in 2 Jahren behandelte E.l.-Fälle werden
vom Verfasser einige wichtige Beobachtungen und Hinweise für den praktisch tätigen
Arzt zusammengestellt. Besonderer Wert wird auf Erkennung der Frühdiagnose mit ihren
uncharakteristischen Erscheinungen gelegt. Das Vorkommen echter akuter Polyarthritiden
in der Vorgeschichte wurde weniger häufig beobachtet, dagegen fanden sich bei genauem
Nachforschen zumeist rheumatische Beschwerden oder subjektive Erscheinungen von seiten
des Herzens. Einige Besonderheiten des klinischen Bildes werden gestreift; für die
Diagnose einer E.l. wird ein strenger Maßstab gefordert; suspekte Fälle sollten besonders
beurteilt werden. Die Prognose des Leidens hängt zumeist vom Zustand des Herzens ab,
aber auch die Emboliegefahr schwebt immer über dem E.l. Kranken. Die Therapie besteht
in der allgemeinen und spezifischen Behandlung. Dazu tritt vielleicht immer mehr die
Frage der Beseitigung der Thrombenbildung. Im Vordergrund des Interesses steht aber
zur Zeit noch die Penicillinbehandlung. Die bisher berichteten Heilungen schwanken
bei den einzelnen Berichtern. Während aber früher die Prognose absolut infaust war,
sind heute durch eine lange, an Arzt und Patienten in gleicher Weise höchste Geduldsanforderung
stellende Behandlung in schon zahlreichen Fällen Besserung, Stillstand oder Heilung
des Krankheitsgeschehens beobachtet worden.