Zusammenfassung
Das Bild der Knochenmarkatrophie wird dargestellt unter Hinweis auf die Parallele
zu anderen Organatrophien. Klinisch sind die Erscheinungen der Knochenmarkinsuffizienz,
mindestens deren Blutbild, zu erkennen, das anfangs noch zellreiche Mark wird später
atrophisch und verödet. Man findet dann fast nur noch Retikulum und Plasmazellen.
Es wird bebetont, daß eine Beschreibung der geweblichen Beschaffenheit des Markes
wichtiger ist als die Auszählung. Man kann Markhypertrophie und (zellige) Markhyperplasie
gut trennen. Es werden Kristallformen erwähnt und abgebildet, welche bei einigen Markatrophien
im Markausstrich gefunden wurden und auch sonst bei Knochenmarkinsuffizienz vorkommen.
Die Bezeichnung Knochenmarkatrophie soll in Parallele zu anderen Organatrophien mit
Insuffizienz der Organfunktionen als leicht aus allgemeinpathologischen Gesetzen verständlicher
Begriff dem Arzt helfen, das Knochenmark wie andere Organe zu beurteilen.