Zusammenfassung
1. Es wird eine bei 35 Männern beobachtete, streng begrenzte und an stets gleicher
Stelle gelegene isolierte Obliteration der A. femoralis beschrieben. Auf Grund ihrer
klinischen Charakteristika wird diese Erkrankung der A. femoralis, deren pathologisch-anatomisches
Substrat dem der Endangiitis obliterans entspricht, erstmalig als klinische Einheit
aus der Gruppe der organisch bedingten Durchblutungsstörungen herausgestellt und zu
ihrer Kennzeichnung der Ausdruck „Arteriöse der A. femoralis” vorgeschlagen.
2. Arteriographisch konnte gezeigt werden, daß mit großer Wahrscheinlichkeit in dem
anatomischen Verhalten der Anastomosenbildung zwischen A. femoralis und A. profunda
femoris der Faktor zu sehen ist, der für die Lokalisation der beschriebenen Obliteration
die entscheidende Rolle spielt.
3. Die in der Eigenart dieses Gefäßprozesses begründete gute Prognose muß bei der
gutachterlichen Tätigkeit berücksichtigt werden.