Dtsch Med Wochenschr 1938; 64(17): 593-595
DOI: 10.1055/s-0028-1122154
© Georg Thieme Verlag, Stuttgart

Zur Verhütung schwerer order tödlicher Lungenembolie durch Ausräumung der Vena iliaca

D. Kulenkampff
  • Chirurgischen Abteilung des Heinrich Braun-Krankenhauses (Staatliches Krankenstift) in Zwickau i. Sa. Leitender Arzt: Prof. Dr. D. Kulenkampff
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Publication Date:
05 May 2009 (online)

Zusammenfassung

Die Iliaca interna ist die Hauptbrutstátte tödlicher Lungenembolien. Wir können das Eintreten verhindern, wenn wir rechtzeitig den Thrombus mit dem weichen, anhängenden Blutgerinnsel durch die eröffnete Vena saphena herausziehen. Es wird über vier Fälle berichtet, in denen das gelang, und über elf Fälle, in denen schon der Ansatz zur Bildung des flottierenden Gerinnsels vorhanden war. Außierdem über weitere Fälle, bei denen Thrombenreste oder Wandveränderungen gefunden wurden.

Endlich gelang es in drei Fällen von Allgemeinthrombose des Beines, den Krankheitsprozeß zu unterbrechen und so auch das nicht so seltene und übel berüchtigte Überwandern aufs andere Bein zu verhindern. Daß auch solche Fälle, wenn auch seltener, zur Embolie Anlaß geben können, ist bekannt.