Dtsch Med Wochenschr 1943; 69(17/18): 356-359
DOI: 10.1055/s-0028-1123946
Wehrmedizin

© Georg Thieme Verlag, Stuttgart

Febris neuralgica periodica (Wolhynisches Fieber, Fünftagefieber)1

F. v. Bormann 1 Es sei an dieser Stelle Herrn Oberstarzt Dr. A. Sommer, meinem damaligen Divisionsarzt, für die liebenswürdige Unterstützung bei der Durchführung der Arbeit mein herzlichster Dank ausgesprochen.
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Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
03. Juni 2009 (online)

Zusammenfassung

Ein gehäuftes Auftreten der Febris neuralgica periodica („Fünftagefieber”, „Wolhynisches Fieber”) wurde bei einer Truppenformation im Herbst und Winter 1941 in Nordrußland beobachtet. Nur etwa ⅓ der Erkrankungen verliefen unter dem „typisch” periodischen Bilde. Der größte Teil der Fälle (etwa 40%) verlief abortiv, d. h. entfieberte endgültig nach einem kurz dauernden Initialfieber; etwa 20% zeigten ein unregelmäßiges Fieber und zum Teil einen sehr langwierigen wochen- bzw. gar monatelangen Krankheitsverlauf. Ein kleiner Teil verlief rudimentär mit kaum angedeutetem Fieber bzw. anderen Krankheitserscheinungen. Jäher Beginn und myalgisch-neuralgische Beschwerden charakterisierten die Krankheit. Eine weitere Fassung des Krankheitsbildes der F.n. bei der Diagnosestellung unter weitgehendster Berücksichtigung der epidemiologischen Verhältnisse der Umgebung wird empfohlen. F.n. hinterläßt keine Immunität. Sie ist in Rußland — jedenfalls bei ländlicher Bevölkerung — endemisch.