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DOI: 10.1055/s-0029-1201904
Anatomische und klinische Beiträge zur Parametritis posterior chronica1)
1) Vortrag in der Gynäkologischen Sektion der 81. Versammlung Deutscher Naturforscher und Aerzte in Salzburg.Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
01. August 2009 (online)
Zusammenfassung
I. Die sogenannte Parametritis posterior chronica besteht in einer Veränderung der physikalischen Eigenschaften des retro-zervikalen und retro-vaginalen Bindegewebes, bedingt durch Schwund der elastischen Fasern und der Muskelelemente, besonders in den Ligamentis sacrouterinis.
II. Sie findet sich als Hauptbefund bei jeder zehnten, als Nebenbefund bei jeder zweiten genitalleidenden weiblichen Person.
III. Die Diagnose wird durch funktionelle Prüfung des hinteren Bandapparates erleichtert (Ausbleiben des Erschlaffungsphänomens beim Retrovertierungsversuch).
IV. Zur differentiellen Diagnose gegen Perimetritis Douglasii ist die Tastung des Torus uterinus mehr wie bisher zu beachten.
V. Die Aetiologie ist sehr oft die Masturbation, als deren regelmäßigste Folge die Retropositio colli mit Ascensus sich darstellt.
VI. Zur Therapie wird für verzweifelte Fälle eine neue Operation empfohlen.
