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DOI: 10.1055/s-0030-1262264
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart ˙ New York
Insulin glargin in der Diabetestherapie – Patienten wie Ärzte schätzen die Vorzüge
Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
30. Juni 2010 (online)
Die antidiabetische Therapie ist seit Einführung der verschiedenen Insulinanaloga einen guten Schritt vorangekommen. So konnten die Patienten dank der kurz wirksamen Substanzen auf den lästigen Spritz-Ess-Abstand verzichten. Mit handfesten Vorzügen ausgerüstet ist auch Insulin glargin (Lantus®), das als erstes lang wirksames Insulinanalogon im Juni 2000 von der EMEA die europaweite Zulassung für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker erhalten hat. Heute ist Insulin glargin das weltweit am häufigsten verwendete Insulinpräparat, mit dem mehr als 6 Millionen Menschen in mehr als 80 Ländern behandelt werden. Allein in Deutschland wird das Insulinanalogon bei mehr als 400 000 Patienten eingesetzt, konstatierte der Doyen der deutschen Diabetologie, Prof. Hellmut Mehnert, Krailling bei München.
Insulin glargin ist das einzige Basalinsulin, das über 24 Stunden wirksam ist und nur einmal täglich - zu einem beliebigen, aber immer festen Zeitpunkt - gespritzt zu werden braucht. Anders als die trüben NPH-Insulin-Suspensionen muss man Glargin als klares Präparat vor Gebrauch nicht schütteln. Dadurch lassen sich Applikationsfehler seitens der Patienten unterbinden. "Eminent wichtig ist die durch viele Studien belegte Tatsache, dass Insulin glargin seltener zu Hypoglykämien führt als die bisherigen Basalinsuline", betonte Mehnert. Nimmt man die Gesamtkosten ins Visier, ist eine Behandlung mit Insulin glargin keinesfalls teurer als eine mit NPH-Insulinen.
