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DOI: 10.1055/s-0032-1328376
Behandlung der serösen Makulaabhebung bei Grubenpapille – zwei Fälle
Treatment of Serous Macular Detachment where Optic Disc Pit is Present – two CasesPublication History
Publication Date:
29 April 2013 (online)


Hintergrund
Die Grubenpapille ist eine angeborene Anomalie in Form einer Vertiefung des Sehnervenkopfs mit einer Prävalenz von ca. 0,02–0,19 % [1], [2]. Ca. 50 % der Patienten entwickeln eine seröse Makulaabhebung mit Visusreduktion [3]. Beschrieben werden neben der Abhebung der neurosensorischen Netzhaut auch schisisartige Aufspaltungen im inneren oder äußeren Segment der Netzhaut [4]. Die Ätiologie dieser retinalen Veränderungen ist noch nicht eindeutig geklärt. Die 3 gängigsten Entstehungshypothesen bezüglich der Ansammlung von intra- bzw. subretinaler Flüssigkeit stellen vitreoretinale Anomalien, Übertritt von Zerebrospinalflüssigkeit aus dem Subarachnoidalraum oder Durchtritt von Flüssigkeit aus dem choroidalen Gefäßsystem durch die Bruch-Membran und das retinale Pigmentepithel dar [4]. Eine spontane Rückbildung der Abhebung mit Visuserholung ist möglich. Eine Persistenz über ein Jahr kann jedoch zu dauerhaft vermindertem Visus führen [5]. In der Literatur beschriebene Therapieoptionen stellen Laserkoagulation im papillomakulären Bündel, Pars-plana-Vitrektomie, ILM-Peeling und Gas-oder Öltamponade dar [6].