Lege artis - Das Magazin zur ärztlichen Weiterbildung 2013; 3(1): 10-14
DOI: 10.1055/s-0033-1334111
Selbstmanagement
© Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York

Lizenz zum Röntgen

Authors

  • Julia Rojahn

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Publication History

Publication Date:
19 February 2013 (online)

Wer als Arzt mit Strahlung zu tun hat, braucht einen Strahlenschutzkurs. So einfach sich das zunächst anhört, so kompliziert sind die Details: Was genau möchte man tun? Mit welchen Geräten? Selbstständig oder unter Aufsicht? Wir helfen Ihnen, sich zurechtzufinden.

Kernaussagen

  • Um eigenverantwortlich zu röntgen, Strahlentherapie oder Nuklearmedizin anzuwenden, braucht man die jeweilige Fachkunde im Strahlenschutz, bestehend aus Theoriekursen und Praxis. Es gibt sie auch für Teilgebiete wie Notfalldiagnostik oder Diagnostik eines Organsystems.

  • Ärzte ohne Fachkunde können in einem Kurs die Kenntnisse im Strahlenschutz erwerben, mit denen sie unter ständiger Aufsicht und Verantwortung eines fachkundigen Arztes arbeiten dürfen.

  • Auch wenn in größeren Kliniken die Radiologie oft durchgehend mit fachkundigen Ärzten besetzt ist: Eine Fachkunde für das jeweilige Teilgebiet zu haben, ist ggf. auch in der Notaufnahme, auf Station oder zum Operieren sinnvoll.

  • Sowohl die Fachkunde als auch die Kenntnisse im Strahlenschutz müssen spätestens nach 5 Jahren aktualisiert werden. Andernfalls muss man evtl. die gesamte Fachkunde wiederholen.