Zusammenfassung
Zielsetzung: Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Programme die 10 größten Krankenkassen Deutschlands ihren Versicherten als Früherkennungs-, Präventions- bzw. Gesundheitsförderungsmaßnahmen gegen Depression anbieten.
Methodik: Die in der jeweiligen Krankenkasse für die Programme zuständigen Mitarbeiter wurden mittels strukturierter Interviews befragt. Außerdem wurden programmbezogene Internetquellen ausgewertet.
Ergebnisse: Die angebotenen Programme umfassen unterschiedliche Ansätze, die von Internet-Portalen bis hin zu Entspannungskursen reichen. Eine öffentlich verfügbare Evaluation der Ergebnisse findet meist nicht statt; das gilt auch für die Anzahl der Teilnehmer, Kosten, Effizienz und Verzahnung mit der ärztlichen Diagnostik und Therapie.
Schlussfolgerung: Es erscheint dringend geboten, die Programme hinsichtlich ihrer Ergebnisse und ihrer Effizienz zu untersuchen.
Abstract
Objective: We analyzed programs managed by the ten biggest social health insurance companies in Germany that aim at early detection, prevention, and promotion of health in depression.
Methods: We conducted interviews with the responsible managers and studied relevant web sites.
Results: The content of these programs ranges from internet-based offers to relaxation techniques. There is very little information publicly available on the results of these programs; the same holds true for the number of participants, efficiency, and cooperation with physicians.
Conclusion: There is a strong need to investigate results and efficiency of the programs.
Schlüsselwörter
Prävention - Früherkennung - Depression - Krankenkassen
Keywords
prevention - early diagnosis - depression - sickness funds