Radiopraxis 2013; 6(04): 213-222
DOI: 10.1055/s-0033-1353606
CRTE – Continuing Radiological Technologist Education
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Strahlenschutz in der konventionellen Unfallradiologie

Radiation Protection in Conventional Accident Radiology
W. Kotas
Further Information

Publication History

Publication Date:
09 December 2013 (online)

Beim Strahlenschutz in der Unfallradiologie liegt der Fokus heutzutage oft nur auf der CT. Aber gerade die digitale Radiologie birgt einige Gefahren für den Strahlenschutz. Das indikationsbezogene Röntgenbild spiegelt den optimalen Strahlenschutz in der Unfallradiologie wider. Die technischen Möglichkeiten bei der Bildverarbeitung müssen auf deren Konstanz und im Sinne des Strahlenschutzes an die unterschiedlichen Indikationen angepasst werden. Physikalische Gesetzmäßigkeiten und die Möglichkeiten, durch die verschiedenen Belichtungen und Einstelltechniken Strahlenschutz individuell anzuwenden, haben auch im digitalen Zeitalter nicht an Relevanz verloren. Fundiertes Fachwissen, soziale Kompetenz und regelmäßige Qualitätssicherungsarbeit bilden das Grundgerüst des angewandten Strahlenschutzes in der Unfallradiologie.

Abstract

Today radiation protection in accident radiology is often constricted to computed tomography. However, especially digital radiology implies some risks to radiation protection. The indication-related radiograph reflects the ideal radiation protection in accident radiology. In image processing, technical capabilities have to be fit to varying indications considering consistency and radiation protection. Even in the digital age, physical laws and ways to apply radiation protection by varying exposition and settings have not lost their relevance. Profound expert knowledge, interpersonal skills, and constant quality management build the foundation for applied radiation protection in accident radiology.

Kernaussagen
  • Es ist wichtig, die Belichtungsparameter (kV und mAs) zu optimieren.

  • Ein höherer kV-Wert bedingt einen niedrigeren Kontrast und damit wird eine geringere Dosis appliziert.

  • Ein niedriger kV-Wert bedingt einen höheren Kontrast und damit wird eine höhere Dosis appliziert.

  • Ein höherer mAs-Wert erwirkt ein schärferes Bild und damit wird eine höhere Dosis appliziert.

  • Die Anwendung eines Streustrahlenrasters führt zu einer Minimierung der Streustrahlung und damit zu einer Optimierung des Röntgenbilds, allerdings ist auch die applizierte Dosis höher.

  • Für eine Stellungskontrolle der Fraktur im Gips ist eine geringere Dosis ausreichend; dies erreicht man durch einen hohen kV- und einen niedrigen mAs-Wert.

  • Es sollte der richtige FFA für die jeweilige Indikation oder für das Raster gewählt werden.

  • Je nach Indikation sollte die optimale Einstelltechnik – stehend oder liegend – gewählt werden.

 
  • Literatur

  • 1 Rathmanner T, Meidlinger B, Baritsch C et al. Erster Österreichischer Adipositasbericht 2006. Wien: Medizinische Universität Wien, Österreichische Adipositasgesellschaft; 2006
  • 2 Normenreihe DIN 6868-58. Sicherung der Bildqualität in röntgendiagnostischen Betrieben. – Teil 58: Abnahmeprüfung an medizinischen Röntgeneinrichtungen der Projektionsradiografie mit digitalen Bildempfängersystemen.
  • 3 Wicke K, Frühwald F, Tscholakoff D, Kainberger F. Orientierungshilfe Radiologie. 4. Aufl. Wien: Verlagshaus der Ärzte; 2011
  • 4 Kalender WA. How should CT be optimised?. Erlangen: ECR; 2013 8. 3. 2013
  • 5 Österreichisches Normungsinstitut . ÖNORM S 5241 Schema zur Ermittlung der Intervalle für die Konstanzprüfung bei Röntgendiagnostik-Einrichtungen. Wien: Österreichisches Normungsinstitut; 2001. 5. 1. 2001