Entzündliche Skleraerkrankungen lassen sich meist klar klinisch diagnostizieren und
differenzieren, wobei am ehesten die posteriore Skleritis eine Herausforderung darstellt.
Ein echografischer Befund oder ggf. eine bildgebende Untersuchung kann die Verdachtsdiagnose
der posterioren Skleritis bestätigen. Bei allen Formen entzündlicher Skleraerkrankungen
sollte eine Zusatzdiagnostik zur Erkennung möglicher systemischer Erkrankungen erfolgen.
Bei einer Episkleritis ist meist eine lokale Behandlung mit nichtsteroidalen Antiphlogistika
(NSAID) oder steroidhaltigen Augentropfen ausreichend. Bei der Skleritis dagegen führt
die topische Therapie alleine nicht zum Abklingen der Symptome, sodass orale NSAID,
ggf. auch Kortikosteroide die Therapie der ersten Wahl sind. Bei schweren Verlaufsformen
(nekrotisierende Skleritis) oder Skleraerkrankungen, die mit Systemerkrankungen assoziiert
sind, kommen häufig Immunsuppressiva zum Einsatz.