Nuklearmedizin 1999; 38(01): 35-37
DOI: 10.1055/s-0038-1632186
Originalarbeiten — Original Articles
Schattauer GmbH

Schilddrüsenhemiagenesie mit Immunthyreopathie

Thyroid Hemiagenesis with Immunthyropathy
P. Mikosch
1   Abteilung für Nuklearmedizin und spezielle Endokrinologie, Landeskrankenhaus Klagenfurt, Österreich
,
H. J. Gallowitsch
1   Abteilung für Nuklearmedizin und spezielle Endokrinologie, Landeskrankenhaus Klagenfurt, Österreich
,
E. Kresnik
1   Abteilung für Nuklearmedizin und spezielle Endokrinologie, Landeskrankenhaus Klagenfurt, Österreich
,
P. Lind
1   Abteilung für Nuklearmedizin und spezielle Endokrinologie, Landeskrankenhaus Klagenfurt, Österreich
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Publikationsverlauf

Eingegangen: 09. März 1998

in revidierter Form: 07. Oktober 1998

Publikationsdatum:
03. Februar 2018 (online)

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Zusammenfassung

Die Hemiagenesie der Schilddrüse stellt eine seltene angeborene Veränderung dar. Diese angeborene Variante der Schilddrüsenanlage wird in den meisten Fällen durch Auffälligkeiten der Funktion oder der Größe des vorhandenen Schilddrüsenlappens zufällig gefunden. Der Fall einer 57jährigen Frau mit einer Schilddrüsenhemiagenesie in Kombination mit einer Immunthyreopathie Basedow wird vorgestellt. Die Zuweisung der Patientin zur Untersuchung erfolgte wegen einer Schilddrüsenüberfunktion. Die erforderlichen diagnostischen Schritte zur Erstellung dieser beiden Schilddrüsenveränderungen waren ein 99m-Tc-Schilddrüsenszintigramm, Ultraschall und Laborparameter der Schilddrüse (fT4, TT3, bTSH, TAK, TPO, TRAK).

Summary

A case of Graves’ disease occurring in a patient with hemiagenesis is presented. The detection of the rare occurrence of a congenital hemiagenesis is often made by either clinical symptoms of thyroid dysfunction or anatomical abnormalities such as nodular goiter. The symptoms of hyperthyroidism in the current case led to the diagnostic confirmation by scintiscanning and ultrasonography of an absent lobe. Anti-thyroid antibody studies documented the presence of Graves’ disease within the remaining lobe.