Zusammenfassung
In einer prospektiven, randomisierten Untersuchung zur Thromboseinzidenz bei gipsimmobilisierten
Patienten ohne besondere Risikofaktoren ergab sich ein Thromboserisiko in Abhängigkeit
von der Verletzungslokalisation zwischen 2,9% (Unterschenkelgips) und 9,5% (Oberschenkelgipstutoren).
Die Thromboseprophylaxe mit niedermolekularem Heparin führte zu einer signifikanten
Senkung des Thromboserisikos (p <0,05). Schwerwiegende Nebenwirkungen traten in keinem
Fall auf. Die Ergebnisse dieser und anderer Untersuchungen unterstreichen die Notwendigkeit
einer medikamentösen Thromboseprophylaxe bei ambulant durch Gipsverband behandelbaren
Verletzungen.
Schlüsselwörter
Thromboseprophylaxe - niedermolekulares Heparin - Gipsimmobilisation