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DOI: 10.1055/s-0038-1671400
Beckenbodenrekonstruktion mit dem Polypropylen-Netz InGYNious® – 1 Jahr Follow-up
Publication History
Publication Date:
20 September 2018 (online)
Zielsetzung:
Es werden die 1-Jahres-Follow-up Daten einer prospektiv multizentrischen Anwendungsbeobachtung zur operativen Beckenbodenrekonstruktion im vorderen Kompartiment mit dem Polypropylen-Netz InGYNious® (A.M.I. Österreich) vorgestellt. Primärziele sind die Beurteilung der Lebensqualität sowie die Zystozelen-Rezidivrate, Sekundärziele die intra- und postoperativen unerwünschten Ereignisse.
Material:
277 Patientinnen mit symptomatischer Zystozele POP-Q >= 2 (Primär- sowie Rezidivzystozele). Das InGYNious® Netz besteht aus makroporösem, monofilem, isoelastischem Polypropylen. Gewicht: 21 g/m2. Nahtfixierung erfolgt mit dem I-stitch® Instrument.
Methodik:
Das Polypropylennetz wurde vaginal mittels 6- Punkt- Fixierung bilateral am Arcus tendineus und Lig. sacrospinale in der single- incision Technik implantiert. Bestimmung des objektiven Outcome durch POP-Q Score. Allle prä- und postoperativen Bestimmungen des POP-Q wurden nicht vom Operateur, sondern von einem anderen Arzt des jeweiligen Zentrums durchgeführt. Feststellung der Lebensqualität einschließlich Sexualität durch validierten P-QoL Fragebogen (Deutsche Version, Baessler). Das Outcome wurde nach 6 und 12 Monaten beurteilt.
Ergebnisse:
Insgesamt wurden 277 Patientinnen in die Studie eingebracht, von denen nach einem Jahr 244 zur Auswertung kamen. Im Bereich der Lebensqualität (Partnerschaft, Sexualität, Depression) zeigte sich 1 Jahr postoperativ eine signifikante Besserung (p < 0,05). Ebenso kontinuierliche Besserung der Schmerzen über 6 und 12 Monate.
Netzerosionen nach 1 Jahr in 1,6%. De-novo Belastungsinkontinenz 5,7%. Revisionen in 3,3% (8/244), davon Hämatomausräumung in 5 der 8 Patientinnen. Keine Netzschrumpfung (sonographische Messung nach 6 und 12 Monaten).
Zusammenfassung:
Signifikante Besserung der Lebensqualität, inklusive Sexualität. Prolapsrezidive in 3,3% bei niedriger Erosionsrate von 1,6%. Niedrige, nicht netz-spezifische Komplikationsrate.