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DOI: 10.1055/s-0038-1672285
Brain stimulation methods for patients with schizophrenia – new therapies on the horizon?
Nicht-invasive Hirnstimulation zur Behandlung von Erkrankungen aus dem schizophrenen FormenkreisPublication History
Eingegangen:
11 May 2016
Angenommen nach Revision:
09 June 2016
Publication Date:
11 September 2018 (online)

Summary
Background: Non-invasive brain stimulation (NIBS) techniques offer new promising treatment options in schizophrenia. However, the evidence from meta-analyses and randomized clinical studies is limited. Results: For repetitive transcranial magnetic stimulation (rTMS) the clinical efficacy is highest for the 1-Hz rTMS over the left temporal cortex to improve auditory hallucinations, nevertheless there are studies showing no benefit. For negative symptoms rTMS could be offered keeping in mind the good tolerability. Transcranial direct current stimulation (tDCS) has a good risk-benefit ratio, but the evidence for schizophrenia symptoms is still derived from small sample studies. Electroconvulsive therapy (ECT) is the treatment option with the highest clinical efficacy for treatment-resistant schizophrenia, catatonia or other defined treatment circumstances, but has more adverse side effects. More research is needed to understand which stimulation technique could be recommended for a certain patient.
Zusammenfassung
Hintergrund: Die nicht-invasive Hirnstimulation eröffnet eine neue Möglichkeit zur Behandlung von Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis. Obwohl es mittlerweile eine große Anzahl an Studien gibt, ist die Evidenzlage weiterhin heterogen. Ergebnisse: Die Anwendung der niedrigfrequenten repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) über dem linken Temporalkortex zur Behandlung akustischer Halluzinationen ist die durch gute Evidenz belegt, wobei es auch hier negative Studien gibt. Die Anwendung der hochfrequenten rTMS über dem linken präfrontalen Kortex zur Behandlung von Negativsymptomen wird vor allem vor dem Hintergrund der guten Verträglichkeit diskutiert, wobei die Evidenz schlechter ist als bei den akustischen Halluzinationen. Die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) zeichnet sich prinzipiell durch ein gutes Risiko-Nutzen-Verhältnis aus, aber für die Behandlung der Schizophrenie gibt es nur wenige Studien mit kleiner Fallzahl. Die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) ist von allen Stimulationsverfahren das effektivste bei schweren Verläufen, bei der Katatonie oder anderen Fällen wo eine schnelle Symptombesserung benötigt wird, aber hat natürlich auch das deutlichste Nebenwirkungsspektrum. Insgesamt ist jedoch noch mehr klinische Forschung erforderlich, um die Evidenz für bestimme Fragestellungen besser zu beurteilen.