Open Access
CC BY-NC-ND 4.0 · Laryngorhinootologie 2020; 99(S 02): S87
DOI: 10.1055/s-0040-1711571
Poster
Onkologie

Untersuchung des Effektes superparamagnetischer Eisenoxid-Nanopartikel auf primäre Kopf-Hals-Tumorzellen und vergleichbarer Zelllinien zur Krebstherapie mit Magnetischem Drug Targeting

Autor*innen

  • M Balk

    1   Uniklinik Erlangen, HNO, Erlangen
  • Antoniu-Oreste Gostian

    1   Uniklinik Erlangen, HNO, Erlangen
  • R Friedrich

    2   Uniklinik Erlangen, SEON, Erlangen
  • B Nuß

    2   Uniklinik Erlangen, SEON, Erlangen
  • J Band

    2   Uniklinik Erlangen, SEON, Erlangen
  • C Alexiou

    2   Uniklinik Erlangen, SEON, Erlangen
 

In diesem Projekt soll der Effekt von superparamagnetischen Eisenoxid-Nanopartikeln (SPIONs) bei der onkologischen Therapie von Kopf-Hals-Tumoren (KHT) durch Magnetic Drug Targeting in vitro evaluiert werden. SPIONs werden mit einer biokompatiblen Substanz beschichtet und anschließend ein Chemotherapeutikum angebunden. Die entstandene stabile Suspension wird in das den Tumor versorgende arterielle Gefäßsystem appliziert und mittels eines externen Magnetfelds im Tumor angereichert. Eine große Herausforderung stellt dabei die Generierung von verschiedenen primären Tumorzelllinien aus dem Kopf-Hals-Bereich dar. Der Zellverband frisch entnommener KHT wird mittels Enzymen gelöst und die enthaltenen nicht-Tumor Zellen durch Antikörper, die mit magnetischen Beads gekoppelt sind, durch magnetische Zellseperation von der Tumorpopulation getrennt. Die so erhaltenen Tumorzellen werden anschließend mehrmals passagiert um deren Wachstumsverhalten zu charakterisieren. Außerdem werden die Viabilität und das Wachstum nach deren Kryokonservierung und Wiederauftauen überprüft, um die Eignung der Tumorzellen als Zelllinie zu garantieren. Aus insgesamt 39 frischen OP-Präparaten wurden bereits verschiedene Tumorzellen gewonnen. Problematisch zeigt sich bisher das Wachstumsverhalten sowie die Trennung der Tumorzellen von weiteren Zellen. Aktuell sind weitere Optimierungen notwendig um stabile und konservierbare Tumorzelllinien zu generieren. Nach erfolgreicher Etablierung der Zelllinen von KHT besteht das übergeordnete Ziel im Nachweis der Anwendbarkeit und Effektivität der Nanopartikel bei Kopf-Hals-Karzinomen und der Identifikation der geeignetsten Nanopartikel in Kombination mit Chemotherapeutika, um das Potential der Nanomedizin in der Kopf-Hals-Onkologie zu untersuchen.



Publikationsverlauf

Artikel online veröffentlicht:
10. Juni 2020

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