Zusammenfassung
Die Zunahme der Lebenserwartung bietet die Möglichkeit, viele Jahre nach Beendigung
der Berufs- und Familienphase aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. So leben
weit über 80 % der mindestens 60jährigen Menschen selbstständig und aktiv in ihrem
Wohnumfeld und etwa 95 % wohnen in den eigenen vier Wänden. Diesen Chancen stehen
aber auch Risiken gegenüber, denn mit zunehmendem Lebensalter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit
für Erkrankungen, Frailty und Behinderungen in der Alltagsbewältigung. Allerdings
wird auch nach Eintritt von Hilfs- oder Pflegebedürftigkeit das eigene Zuhause in
den seltensten Fällen gern aufgegeben. In diesem Beitrag werden neben Umbaumaßnahmen
in der Wohnung und technische Hilfen, innovativen Technologien und neuen Wohnkonzepten
insbesondere die Investition in den Erhalt der eigenen Selbstständigkeit für die Mobilität
im Wohnumfeld durch gesundheitsfördernde Maßnahmen und unterstützende geriatrische
Netzwerke aufgezeigt.
Abstract
The increase of life expectancy provides the unique opportunity to participate actively
in social life many years after retirement and upbringing of children. In Germany,
over 80 % of the population 60 years and older are living independently in the community,
and approximately 95 % stay in their own homes. On the other hand, the probability
to suffer from diseases, frailty and impaired activities of daily life activities
also rises with higher age. However, only on rare occasions older people in need of
nursing care do like to give up their home voluntarily. Next to innovative forms of
dwelling, home replacement, technical aids and us of information and communication
technology (ICT), efforts to strengthen the older persons’ independence of maintaining
mobility in their home environment (life space) is emphasised in this article. The
particular focus is on the use of preventative strategies and to support geriatric
network facilities.
Schlüsselwörter
Wohnen - Mobilität - Frailty - Prävention - Geriatrie
Keywords
home - mobility - frailty - prevention - geriatrics