Zusammenfassung
Die Versorgung von Asthmapatienten mit lebensbedrohlichen Anfällen ist eine Herausforderung
für den Notfallmediziner. Die schnelle und korrekte Therapie, basierend auf inhalativen
β2-Mimetika und Anticholinergika kombiniert mit systemischen Glukokortikoiden verhindert
meist fatale Verläufe. Bei Nichtansprechen müssen zusätzlich systemische β2-Mimetika, MgSO4 und evtl. Theophyllin zur Anwendung kommen, um eine Intubation und invasive Beatmung
möglichst zu vermeiden.
Die Patienten - und insbesondere jene mit Risikofaktoren für einen fatalen Verlauf
- müssen bis zur Beschwerdefreiheit unter Beobachtung bleiben. Leichte und mittelschwere
Anfälle können bei Erreichen von Beschwerdefreiheit ambulant versorgt werden. Im Rettungsdienst
muss die Beobachtungszeit bis zur Beschwerdefreiheit gewährleistet sein, ansonsten
sollten die Patienten in das nächstgelegene geeignete Krankenhaus transportiert und
in der Notaufnahme vorgestellt werden.
Abstract
Treatment of patients with acute severe or life-threatening asthma in the emergency
department or in rescue services is a challenge for the physician. The decision on
which therapy is needed depends on the clinical assessment of severity. Early administration
of bronchodilators, ipratropium bromide and oral or intravenous corticosteroids is
the cornerstone of treatment. If these treatments fail, systemic administration of
bronchodilators, MgSO4 and theophylline should be carried in order to avoid intubation.
Patients with incomplete or poor response should stay in hospital.
Schlüsselwörter:
Therapie - Asthmaanfall - Notaufnahme - Rettungsdienst
Keywords:
treatment - acute severe asthma - emergency department - prehospital treatment