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DOI: 10.1055/s-0041-1729417
Ovartumoren bei Katzen – Übersicht aus dem Untersuchungsmaterial von 2009–2020 und Kasuistik eines rezidivierenden Dysgerminoms
Einleitung Zu den bei Katzen selten vorkommenden Ovartumoren zählen die vergleichsweise häufigeren gonadostromalen Tumoren (Granulosazelltumor, Luteom, Thekom) und die selteneren Keimzelltumoren (Dysgerminom), die meist bei älteren Tieren beschrieben sind. Differenzialdiagnostisch kommen jedoch auch Adenome/-karzinome und Metastasen anderer Tumoren infrage.
Material und Methoden Eingesandtes Ovargewebe von Katzen im Untersuchungsmaterial des Instituts wurde retrospektiv (2009–2020) nach Neoplasien durchsucht. Es wurden HE-Schnitte histopathologisch und z. T. immunhistologische Untersuchungen ausgewertet.
Befunde Im Studienzeitraum waren lediglich 119 Einsendungen von Ovargewebe zu verzeichnen, davon 12 Neoplasien (8 Granulosazelltumoren, 1 Luteom, 1 Dysgerminom, 2 maligne Blastome). Ein Großteil der Proben wurde zur Diagnostik von Ovarrestgewebe (Ovarian Remnant Syndrome) eingesandt. Der Fall des Dysgerminoms wurde 1,5 Jahre später als Sektionsfall mit weitreichender Metastasierung vorgestellt.
Schlussfolgerungen Ovartumoren sind bei der Katze selten. Im vorliegenden Untersuchungsmaterial bestätigte sich das vermehrte Auftreten gonadostromaler Tumoren. Ungewöhnlich war dabei das rezidivierende und metastasierende Dysgerminom.
Publication History
Article published online:
22 June 2021
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