Die intrauterine Wachstumsrestriktion (IUGR) tritt in ca. 5–7 % aller Schwangerschaften auf. Betroffen
sind Feten, die ihr genetisch vorgegebenes Wachstumspotential nicht ausschöpfen. Sie ist Hauptgrund der
perinatalen Morbidität und Mortalität. Die IUGR ist zudem assoziiert mit einer Prädisposition für die
Entwicklung chronischer Erkrankungen im weiteren Leben. Neben der rechtzeitigen Diagnose und
Ursachenklärung ist vor allem die weitere Schwangerschaftsbetreuung mit der Wahl des optimalen
Entbindungszeitpunktes eine geburtshilfliche Herausforderung. Ziel ist es, eine
Schwangerschaftsprolongation zur Minimierung der Frühgeburtsmorbidität zu erreichen, jedoch rechtzeitig
vor einer fetalen Bedrohung oder Schädigung zu intervenieren.