Zusammenfassung
Störungen des Magnesiumstoffwechsels, insbesondere eine Hypomagnesiämie, sind häufig.
Unklar ist aktuell noch, welche laborchemische Messmethode die beste ist, um den Magnesiumhaushalt
zu bewerten. Am häufigsten wird das Gesamt-Mg im Serum gemessen. Multiple Assoziationsdaten
deuten an, dass ein Mangel an Magnesium mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko
und vermindertem Überleben assoziiert ist. Umgekehrt scheint eine leichte Hypermagnesiämie
auch bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz mit einem verbesserten Ergebnis
assoziiert zu sein. Die vorliegende Übersicht fasst die aktuelle Datenlage über protektive
Effekte des Magnesiums zusammen und nimmt Stellung zu der noch sehr begrenzten Datenlage
bei Magnesiuminterventionsstudien.
Abstract
Disturbances in magnesium homeostasis are frequent clinical conditions, particularly
the prevalence of hypomagnesaemia is high. However, it remains an open question which
laboratory method is optimal to assess the magnesium level in the body. Most frequently
physicians measure total magnesium in serum. Many associative data from observational
studies point towards an association between low magnesium levels and increased cardiovascular
risk as well as increased mortality. Vice versa, normal-to-high magnesium levels in
patients with advanced renal failure translate to a better outcome. The present review
summarizes our knowledge on protective effects of magnesium. Additionally, we address
the limited evidence supporting targeted magnesium supplementation
Schlüsselwörter
Herzrhythmus - Kalzifikation - Mg-Mangel
Keywords
heart rhythm - calcification - magnesium deficiency