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DOI: 10.1055/s-0042-120644
Neue medikamentöse Ansätze
Nierengesundheit von Diabetikern besser schützenPublikationsverlauf
Publikationsdatum:
25. November 2016 (online)

Ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht, nehmen die Blutgefäße bekanntermaßen Schaden. Schätzungen der diabetesDE - Deutsche Diabetes Hilfe zufolge leiden 30-40 % aller Diabetiker an einer solchen Nierenfunktionseinschränkung - und laut europäischen Registerdaten [1] ist bei einem Viertel aller Dialysepatienten der Diabetes mellitus alleinige Ursache für die terminale Nierenerkrankung. Eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion ist dementsprechend gerade bei Menschen mit Diabetes wichtig.
Dennoch werden nach Angaben der Deutschen Diabetes Hilfe in Deutschland immer noch 2000 Menschen mit Diabetes pro Jahr dialysepflichtig. „Diese Zahl könnte durch die Überweisung der Hochrisikopatienten für Nierenerkrankungen unter den Diabetikern zum Nephrologen reduziert werden“, so die Einschätzung von Prof. Jan Galle, Lüdenscheid, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN). „Gemeint sind jene Patienten, die bereits eine Albuminurie von über 20 mg und/oder eine rasche Progredienz des Nierenfunktionsverlusts aufweisen.“
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Literatur
- 1 Kramer A et al Clin Kidney J. 2016; 9: 457-569
- 2 Zinman B et al N Engl J Med. 2015; 373: 2117-2128
- 3 Wanner C et al N Engl J Med. 2016; 375: 323-334
- 4 www.g-ba.de/downloads/39-261-2694/2016-09-01_AM-RL-XII_Empagliflozin_D-214_BAnz.pdf?
- 5 Marso SP et al N Engl J Med. 2016; 375: 311-322