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DOI: 10.1055/s-0043-103066
Erwerb von Carbapenemasebildnern bei Kontaktpatienten
Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
24. März 2017 (online)
Carbapenemasebildende Enterobacteriaceae (CP-CRE) werden in Deutschland als 4-MRGN klassifiziert und sind ein bedeutsames krankenhaushygienisches Problem. In Niedrig-Endemie-Regionen kommt der Verhinderung der Ausbreitung innerhalb des Krankenhauses eine große Bedeutung zu und daher werden Kontaktpatienten zu nachträglich erkannten Trägern gescreent.
Die Autoren beschreiben 3 wesentliche Risikofaktoren für den Erwerb von CP-CRE bei Exposition durch Kontakt zu Mitpatienten. Eine plausible Erklärung für das spezifische Risiko durch künstliche Beatmung können sie nicht angeben, da andere Variablen als Indikatoren für hohen pflegerischen Kontakt wie Intensivbehandlung und hohe funktionelle Beeinträchtigung keine signifikanten Zusammenhänge aufwiesen. Auch spekulieren sie über die Existenz von Patienten mit einer besonderen Neigung zum Erwerb resistenter Erreger, da die Trägerschaft eines anderen multiresistenten Erregers trotz der damit verbunden Kontaktschutzmaßnahmen eine erhöhte Akquisitionsrate mit sich brachte, und schlagen die Untersuchung von mikrobiomverbessernden Maßnahmen als mögliche Konsequenz vor.