PSYCH up2date 2018; 12(01): 59-73
DOI: 10.1055/s-0043-108224
Essstörungen, somatische Belastungsstörungen, Schlafstörungen und sexuelle Funktionsstörungen

Anorexia nervosa: Diagnostik und Behandlung

Almut Zeeck
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Die Anorexia nervosa ist eine psychische Erkrankung, die vor allem junge Menschen in einer wichtigen Entwicklungsphase betrifft. Etwa 90% der Betroffenen sind Mädchen oder junge Frauen. Wegen der hohen Morbidität und Mortalität sind eine frühe Erkennung und Behandlung von zentraler Bedeutung. Dieser Beitrag gibt eine Übersicht über die Symptomatik, den Umgang mit den Patientinnen und Patienten sowie die Grundzüge der Behandlung.

Kernaussagen
  • Die Anorexia nervosa ist eine zumeist über mehrere Jahre verlaufende psychische Erkrankung, die mit gravierenden psychischen, sozialen und körperlichen Folgen einhergehen kann.

  • Leitsymptom ist ein Untergewicht, welches nicht durch eine andere Erkrankung oder die Nichtverfügbarkeit von Nahrung erklärt werden kann.

  • Die Anorexia nervosa betrifft vor allem – aber nicht ausschließlich – Mädchen und junge Frauen.

  • Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung sind wesentlich.

  • Die primäre Behandlungsmethode ist eine spezialisierte Psychotherapie, welche durch eine medizinische Mitbetreuung und Ernährungstherapie ergänzt werden sollte.

  • Bei Kindern und Jugendlichen ist es unabdingbar, die Angehörigen in die Behandlung einzubeziehen.

  • Häufiger als bei anderen Essstörungen sind stationäre Behandlungsepisoden erforderlich.



Publikationsverlauf

Publikationsdatum:
08. Januar 2018 (online)

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