Was ist neu?
Serologische Diagnostik bei autoimmunen Lebererkrankungen Die Serologie ist ein wichtiger Baustein in der Differenzialdiagnose autoimmuner
Lebererkrankungen. Das Immunfluoreszenzmuster der antinukleären Antikörper (ANA) liefert
wichtige Hinweise auf das Vorliegen einer primär biliären Cholangitis (PBC) und sollte
berichtet werden.
Autoimmune Hepatitis (AIH) Die Beurteilung der Leberhistologie ist für die Diagnose der AIH wichtig. Über den
Verlauf der Erkrankung geben in der Regel die Transaminasen, das Serum IgG (beide
sollten im Normbereich liegen) und nicht-invasive Methoden der Fibrosebestimmung (wie
die transiente Elastografie) ausreichende Informationen.
Primär Biliäre Cholangitis (PBC) Ca. 30 % der PBC-Patienten sprechen nicht ausreichend auf die Standardtherapie mit
Ursodeoxycholsäure (UDCA) an. Für diese Patienten wurde kürzlich die zusätzliche Therapie
mit Obeticholsäure zugelassen.
Primär Sklerosierende Cholangitis (PSC) Die MRT/MRCP hat in der Diagnostik und Verlaufskontrolle der Gallengangspathologie
eine zentrale Stellung. Nach einer endoskopischen Dilatationstherapie von Stenosen
sollte, wenn möglich, auf eine Stenteinlage verzichtet werden.
IgG4-assoziierte Cholangitis (IAC) Die Diagnose der IAC ist nach wie vor schwierig. Die IAC spricht in den frühen Stadien
sehr gut auf eine Steroidtherapie an, wobei 20 – 40 mg pro Tag Prednisolon in der
Initialtherapie ausreichen.