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DOI: 10.1055/s-0043-117061
Delir nach kardiochirurgischem Eingriff ist Risikofaktor für spätere Demenz
Publication History
Publication Date:
09 March 2018 (online)
Ein deliranter Zustand ist nach kardiochirurgischen Eingriffen keine Seltenheit, vor allem ältere Menschen weisen ein erhöhtes Risiko dafür auf. Nach einem solchen postoperativen Delir (POD) kann über einen längeren Zeitraum eine kognitive Einschränkung bestehen bleiben. Ob damit auch ein Zusammenhang zwischen POD und späterer Demenz existiert, haben nun schwedische Wissenschaftler untersucht.
Bei älteren Patienten mit eingeschränkter kognitive Leistungsfähigkeit schon vor einer kardiochirurgischen OP und insbesondere bei solchen, die nach dem Eingriff ein POD entwickeln, besteht ein erhöhtes Risiko für das später Auftreten einer Demenz, so die Autoren. Gerade Patienten mit POD sollten demnach auch nach Abschluss der kardiologischen Behandlung weiter betreut werden, um schon erste Symptome einer Demenz zu erfassen und möglichst frühzeitig eingreifen zu können.