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DOI: 10.1055/s-0044-100029
Kelchdivertikel mit Konkrementen: PCNL erfolgreich und sicher
Publikationsverlauf
Publikationsdatum:
27. März 2018 (online)

Kelchdivertikel prädisponieren für Konkremente. Kleine bis mittelgroße Divertikel mit geringer bis mäßiger Steinlast werden meist mittels extrakorporaler Stoßwellenlithotripsie bzw. ureteroskopisch behandelt. Bei ausgeprägten Befunden kommt dagegen bevorzugt die perkutane Nephrolithotomie (PCNL) zum Einsatz. US-Forscher haben die Erfolgsaussichten und die Sicherheit dieses Verfahrens untersucht und beleuchten das perioperative Management.
Mittels PCNL, so die Autoren, lassen sich Kelchdivertikel unabhängig von ihrer Größe und Lage sowie der Steinlast mit hoher Erfolgs- und geringer Komplikationsrate behandeln. Eine Dilatation des Infundibulum ist dabei nicht zwingend erforderlich. Offenbar tragen neben der Verlangsamung des Harnflusses auch metabolische Faktoren zur Konkrementbildung in Divertikeln bei. Um weiteren Nierensteinen vorzubeugen, sollten alle Divertikelpatienten metabolisch abgeklärt und entsprechend behandelt werden.