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DOI: 10.1055/s-2001-19454
Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York
Radiologische Diagnostik der Lunatumnekrose[*]
Radiological Diagnosis of Lunate NecrosisPublikationsverlauf
Publikationsdatum:
09. Januar 2002 (online)


Zusammenfassung
Die Literatur enthält sehr wenige Angaben über die Diagnostik und die Differenzialdiagnostik der Lunatumnekrose. Die technische Weiterentwicklung auf dem Gebiet der radiologischen Verfahren liefert uns heute sehr detaillierte Bilder, wobei zahlreiche radiologische Befunde im Bereich des Mondbeines eine Lunatumnekrose vortäuschen können.
Anhand qualitativ hochwertiger konventioneller Röntgenaufnahmen, Computertomografien und Kernspintomografien werden pathologische Befunde im Bereich des Mondbeines zusammengetragen, die keine Lunatumnekrose diagnostizieren lassen. Diese Befunde werden differenzialdiagnostisch den verschiedenen Stadien der Mondbeinnekrose gegenübergestellt und von diesen abgegrenzt.
In den frühen Stadien der Lunatumnekrose finden sich insbesondere in der MRT Veränderungen, die Befunden bei einem akuten „Bone Bruise“, einem Ulna-Impaction-Syndrom, einer Synovialitis oder einer Gicht ähneln. Ebenso können Gefäßkanäle oder auch ein intraossäres Ganglion mit der Lunatumnekrose verwechselt werden. In den späteren Stadien kann die Abgrenzung gegenüber einer Pseudarthrose des Mondbeines schwierig sein.
Die Abgrenzung der Lunatumnekrose gegenüber anderen Befunden ist auch mit der MRT zum Teil sehr schwierig, allerdings oft nur mit der MRT möglich. Es ist daher zu fordern, dass vor jeder therapeutischen Maßnahme die Lunatumnekrose klar und eindeutig mit Hilfe der MRT diagnostiziert ist.
Summary
In the literature little is to be found concerning diagnosis and differential diagnosis of Kienböck's disease. Because of technical development in radiological imaging, we now possess very detailed pictures. However, there are many radiological findings within the lunate bone, which can be misinterpreted as Kienböck's disease.
Pathological findings of the lunate bone are demonstrated, which are not Kienböck's disease. These findings were compared to different stages of Kienböck's disease and identified.
The early stages of Kienböck's disease show changes especially in the MRI, which are very similar to acute bone bruise, ulnar impaction syndrome, synovialitis or gout. Vessel tubes or an intraosseous ganglion can be mistaken for Kienböck's disease. In the late stages of Kienböck's disease, it can be difficult to differentiate this from pseudarthrosis of the lunate bone.
The differentiation between Kienböck's disease and other pathological findings is at times very difficult - even with MRI. However, sometimes diagnosis can only be verified by MRI. We therefore suggest that Kienböck's disease must be correctly diagnosed with help of the MRI before commencing with any therapeutic steps.
Schlüsselwörter
Lunatumnekrose - Differenzialdiagnose - Os lunatum - Handwurzel
Key words
Kienböck's disease - differential diagnosis - lunate bone - wrist
1 Herrn Prof. Dr. med. Bernd Landsleitner zum 60. Geburtstag gewidmet. Nach einem Vortrag auf dem 42. Symposium der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Handchirurgie, 2. bis 4. November 2000 in München (prämiiert als „Bester Vortrag des Symposiums“).